Langhanteln: Die passende Rändelung („Knurling“)

Starke versus schwache Rändelung

Ob man eine weiche oder harte Rändelung bevorzugt, ist nicht nur geschmackssache: Es hängt auch von den bevorzugten Trainingsübungen ab: Für Übungen, die viel Griffkraft benötigen, ist eine tiefere Rändelung zu bevorzugen. Bei Übungen, die mit weniger Gewicht ausgeführt werden, kann eine schwäche Rändelung von Vorteil sein. Dies hat den Grund, dass die Handflächen weniger gereizt werden und somit weniger Blasen und Hautrisse entstehen.

Für Powerlifter, die viel Gewicht bewegen, werden Langhanteln mit starkem Knurling bevorzugt.

Die passende Rändelung: Eine individuelle Entscheidung.

Mittelrändelung? Ja oder Nein?

Squats mit einer Langhantel ohne Mittelrändelung - nicht jedermann's Sache.
Squats mit einer Langhantel ohne Mittelrändelung.

Bei Frontkniebeugen ist eine Langhantelstange ohne Mittelrändelung zu bevorzugen, da schnell unangenehme Reibungen am Schlüsselbein entstehen. Auch bei Deadlifts kann eine zentrale Rändelung zu Reibungen am Schienbein führen. Dies hängt jedoch stark von der Standweite ab.

Bei Back-Squats (Kniebeugen mit der Hantelstange auf dem Rücken) dagegen kann die Mittelrändelung zur Fixierung der Stange hilfreich sein.

Powerlifting-Hanteln sind meist ohne zentralem Knurling, Langhanteln für olympisches Gewichtheben dagegen schon.

Letztendlich ist die Wahl des Knurlings gerade bei Hobbysportlern eine individuelle Entscheidung, abhängig von persönlichen Präferenzen.

 

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